Zahnimplantate

ALLGEMEINES ÜBER ZAHNIMPLANTATE

Funktionsprinzip moderner Zahnimplantate

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln aus Titan oder Keramik, die im Kiefer verwachsen um den Zahnersatz zu tragen. Das Funktionsprinzip gleicht dem einer Schraube. Das Zahnimplantat hat die typischen Gewindegänge einer Schraube und darüber hinaus eine grobe Oberflächenstruktur, um nach dem Einsetzen fest mit dem Knochen zu verwachsen. Dies geschieht einige Wochen nach dem Einsetzen der Implantate in einer sogenannten "Einheilphase".

 

 

Dabei ist auch wichtig, dass das Zahnfleisch schön abheilt, damit das Zahnimplantat seine Funktion gut erfüllen kann.

Das Zahnfleisch in seiner Ursprungsfunktion

Sie erkennen an der schematischen Darstellung, dass das Zahnfleisch bei Zahnimplantaten seine ursprüngliche Rolle einnimmt: Es umschliesst den Zahn(ersatz) perfekt und versiegelt den Implantatkanal bis zum Kieferknochen. Es muss gewährleistet sein, dass die Keimentwicklung im Bereich der Implantate nicht gesteigert wird, indem die Formgebung der Aufbauten gut mit dem Zahnfleisch abschliesst.

Varianten von Zahnimplantaten

Es gibt zahlreiche verschiedene Variationen von Zahnimplantaten, die sich für verschiedene Einsatzmöglichkeiten eignen. Einer der wichtigsten Faktoren ist die vorhandene Knochenmenge. Dabei ist sowohl das Verhältnis von Oberkiefer zu Unterkiefer, als auch das Verhältnis von Frontzahn- zu Backenzahnbereich sehr unterschiedlich. Außerdem unterscheiden wir in der Implantologie verschiedene Materialien (Keramik und Titan) und das konzeptionelle Design eines Implantate (einteilige- und mehrteilige Implantate).

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EINTEILIGE IMPLANTATE

KLEINER DURCHMESSER

Ihr kleiner Durchmesser macht einteilige Implantate so besonders. So wird Implantieren selbst dort möglich, wo für herkömmliche Implantate zu wenig Platz ist. Dies kommt häufig bei Implantaten für einzelne Zähne vor, findet aber auch in anderen Bereichen Einsatz. Zum Beispiel:

  • Anker in der Kieferorthopädie
  • für Vollprothesen bei Problemen wie Druckstellen und unsicherem Halt
  • Interimsimplantat zur Befestigung von Langzeitprovisorien
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Selbstverständlich varriieren einteilige Implantate auch in der Länge jedoch ist der kleine Durchmesser unter 2mm häufig der Schlüssel für implantologische Planungen. Herkömmliche Implantate messen deutlich über 3mm im Durchmesser. Dies wird auf Kosten des Innenlebens erreicht. Einteilige Implantate besitzen keines und daher ist auch keinerlei Verschraubung möglich.

Sehen Sie einen Größenunterschied klassischer Implantate im Vergleich zu einteiligen Implantaten im Röntgenbild.

VORTEILE EINTEILIGER IMPLANTATE

  • Schnelle Implantation: Durch den geringeren Durchmesser muss das Zahnfleisch meist nicht separat eröffnet werden.
  • Geringes Trauma und deshalb besonders geringe postoperative Schmerzen, oftmals gar keine Schmerzen nach der OP
  • Gute Fixierung von Vollprothesen
  • Kostengünstige Alternative bei Zahnlosigkeit
  • Für den Einzelzahnersatz bei kleinen Zähnen gut geeignet, z.B. in der Unterkieferfront oder zum Ersatz seitlicher Schneidezahn im Oberkiefer.
  • Als Interimsimplantate wenn Langzeitprovisorien, z.B. durch umfangreichen Knochenaufbau notwendig werden.

NACHTEILE EINTEILIGER IMPLANTATE

  • Titanlegierungen: keine optimale Verträglichkeit.
  • Weniger flexibel, da einteilig - es gibt keine Varianz durch den Aufbau
  • Fester Verbund von Zahnersatz und Implantat

MEHRTEILIGE IMPLANTATE

STANDARD DER IMPLANTOLOGIE

Mehrteilige Zahnimplantate aus Titan, sind der Standard in der Implantologie. Sie sind aufgrund ihres modularen Aufbaus höchst flexibel und bieten dadurch zahlreiche Vorteile.

Die hohe Beliebheit unter den Abnehmern hat zudem dazu geführt, dass diese Form der Implantate ein gesundes Preis-Leistungsverhältnis entwickeln konnten.

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VORTEILE MEHRTEILIGER IMPLANTATE

Durch das Grundkonzept der Verschraubung der Aufbauten ergibt sich eine Entkoppelung von sichtbaren Elementen (aufgebauter Zahnersatz) und des eigentlichen Implantates im Kieferknochen, wo es fest verwächst. Ist der Zahnersatz einmal gefertigt und eingesetzt, ist er zwar fest mit den Aufbauten verarbeitet, kann jedoch zwecks Reinigung und Implantat-Prophylaxe im Rahmen der üblichen Nachbetreuung immernoch herausgenommen werden. Es ergeben sich folgende Vorteile:

  • Bessere Kontrollmöglichkeit der Mundgesundheit
  • Besserer hygienischer Wirkungsgrad in der Implantatprophylaxe
    Kombinierbarkeit von Keramik und Titan für die bessere Ästhetik
  • Komplexere Arbeiten über mehrere Zähne können realisiert werden
  • Reparaturen größerer Arbeit werden durch Herausnehmen des Zahnersatzes überhaupt möglich

 

Mehrteilige Implantatsysteme gibt es auch in einer vollkommen keramischen Variante.

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